Die zweisprachigen Sonderstempel von KAMENZ / KAMJENC und Umgebung

Die Stadt Kamenz und ein großer Teil ihrer Umgebung gehören zum zweisprachigen deutsch-sorbischen Sprachraum. Nach dem Verbot der sorbischen Sprache während der faschistischen Herrschaft im Dritten Reich wurde vom Sächsischen Landtag am 23.3.1948 das Gesetz zur Wahrung der Rechte der sorbischen Bevölkerung beschlossen. Im § 3 heißt es dort: „Bei Behörden und Verwaltungen in den sorbisch-deutschen Gebieten ist neben der deutschen Sprache auch die sorbische Sprache zuzulassen.“ Das bildete eine Grundlage dafür, dass auch die Poststempel in diesem Gebiet zweisprachig deutsch-sorbisch ausgeführt wurden.

Einer der Ersten war ein zweisprachiger Sonderstempel in PANSCHWITZ-KUCKAU / PANC’ICY-KUKOW

1956T: Cisinski100.narodniny100.Geburtstag1856-1956B: LorbeerV: H, 19.8.-31.12.1956

1956
T: Cisinski
100.narodniny
100.Geburtstag
1856-1956
B: Lorbeer
V: H, 19.8.-31.12.1956

 

Ab 1966 wurden bei besonderen Anlässen zunehmend zweisprachige Sonderstempel verwendet.

Einen zweisprachigen Sonderstempel gab es in CROSTWITZ – CHRO’SC’ICY:

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Die Stadt Kamenz brachte zum „1. Sächsichen Chortreffen“ in Kamenz einen zweisprachigen Sonderstempel heraus. Der Entwurf wurde vom Vereinsmitglied Ludwig Sende gestaltet.